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  • Autorenbildmonikalusky

Gebet

Aktualisiert: 5. Sept. 2022





Heute hab ich der Stadt

einen Gedanken geschenkt,

er kam mir so im Vorübergehen,

ist mir lautlos entgegen geweht.

Ich fing ihn auf

und betrachtete ihn:

er war wunderbar hoffnungsvoll

und dann wurde er zum


Gebet.


Es legte sich

auf so manches Haus,

durchstreifte Wege,

hin und zurück.

Einen spaltweit

öffnete sich der Himmel

in nur einem

Augen-Blick.


Über Gassen, Winkeln

und ausgestreckten Händen

floss in klaren Strömen das Wasser,

floss hinunter werdend und wieder.

Es legte sich

über alle Grenzen hinweg

an jedem Ort

nieder und nieder.


Ich konnte nur staunen

über diese

nach Ufern

sich flüchtenden Tropfen,

über diese unbändige Stärke

des spaltweitoffenen Himmels,

die sich legte

auf all diese Werke.


Unter dem spaltweit offenen Himmel,

stand ich staunend

und irgendwann

wurden die Ströme stille

und die Tropfen kam zur Ruh,

suchten sich weiter ihre Wege

und ich stand dort

und schaute nur zu:


Wie der tragende Strom,

all die Tropfen

sanft auf die Wege trieb:

floss über,

floss weiter.

Ich ging,

doch der Segen:

er blieb.


Monika Lusky


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